Kenntnisse und Eigenschaften des CPVC-Materials
08. April 2018|
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Die Abkürzung CPVC steht für chloriertes Polyvinylchlorid, ein seit 1958 verwendeter Werkstoff. CPVC ist ein amorpher Thermoplast. Es entsteht durch Nachchlorierung von PVC, wobei Chlor an die PVC-Kette gebunden wird. CPVC ist somit ein transformierter PVC-Werkstoff, der sich aufgrund seiner chemischen Struktur durch eine höhere Temperaturbeständigkeit als PVC bei gleichzeitig höherer Zugfestigkeit, guter Zähigkeit und außergewöhnlicher chemischer Beständigkeit auszeichnet. Seine Flammwidrigkeit ist sogar besser als die von PVC. Diese Eigenschaften machen CPVC zu einem interessanten Werkstoff für Rohrleitungen und den Gerätebau in der chemischen Industrie sowie für zahlreiche andere industrielle Anwendungen mit hohen Anforderungen (z. B. in der Flugzeugindustrie). In Druckrohrleitungssystemen eignet sich CPVC für stark korrosive Umgebungen, in denen Materialien wie Edelstahl oder sogar GFK nur eine kurze Lebensdauer aufweisen. CPVC wird für Halbzeuge, Pumpen, Ventile sowie für das gesamte Zubehör verwendet.
im Zusammenhang mit dem Transport von Flüssigkeiten
Einige der Vorteile von CPVC für Rohrleitungssysteme sind
sehr gute mechanische Eigenschaften, auch bei erhöhten Temperaturen hervorragende chemische Beständigkeit
keine elektrochemische Korrosion
lange Lebensdauer, auch unter stark korrosiven Bedingungen
keine Unterstützung des mikrobiellen Wachstums
einfache Montage durch Kleben mit Lösungsmitteln
glatte Innenfläche
sehr geringe Wärmeleitfähigkeit
außergewöhnliche Entflammbarkeitsbeständigkeit
keine Beeinflussung des Trinkwassers
Mechanische Eigenschaften
Die mechanischen Kurzzeiteigenschaften von CPVC sind sehr
denen von PVC bei Raumtemperatur. CPVC ist ein Material mit
Zugfestigkeit und Steifigkeit bei gleichzeitig guter Hochfestigkeit. Die Vorteile von CPVC kommen insbesondere bei höheren Temperaturen zum Tragen. Grund hierfür ist der hohe Chlorgehalt, der eine starke Wechselwirkung zwischen den CPVC-Ketten bewirkt. Dies wiederum verschiebt die Erweichung und den Eigenschaftsverlust zu höheren Temperaturen und wirkt sich auch auf die hervorragende Dauerstandfestigkeit aus, die unter den Rohrwerkstoffen nur von PVDF übertroffen wird.
Das Langzeitverhalten der Innendruckfestigkeit wird durch die hydrostatische Festigkeitskurve nach EN ISO 15493 dargestellt. Die Einsatzgrenzen für Rohre und Formstücke, dargestellt im Druck-Temperatur-Diagramm, lassen sich ermitteln
Aus diesen Kurven
Chemische und Witterungsbeständigkeit
Die ausgezeichnete chemische Beständigkeit von CPVC erstreckt sich auf hohe Temperaturen und Medienkonzentrationen. Die Beständigkeit gegen die meisten Mineralsäuren, Basen und Salzlösungen ist ausgeprägt, aber auch gegen Natriumhypochlorit und Chlorlösungen ist sie gut. Die Beständigkeit gegen aliphatische Kohlenwasserstoffe und elementares Chlor ist ebenfalls gut. Schwächen zeigt CPVC gegenüber aromatischen oder chlorierten Lösungsmitteln, Estern und Ketonen. Auch der Einsatz mit Gasen wird nicht empfohlen. Bei der Verwendung von Ölen, Lacken oder Fetten ist eine vorherige Untersuchung ratsam.
Detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte der ausführlichen Liste der chemischen Beständigkeiten.
Diese Angaben gelten - mit Ausnahmen - auch für Klebeverbindungen,die normalerweise durch die Anwendung stark
Auflösen von fugenfüllendem Lösemittelkleber auf dem CPVC. CPVC ist langfristig witterungsbeständig und kann daher direkter Sonneneinstrahlung sowie Wind und Regen ausgesetzt werden. Die Beständigkeit gegen UV-Strahlung ist im Vergleich zu anderen Materialien sehr gut, dennoch verliert CPVC etwas an Schlagfestigkeit. Bei extremen Anwendungen kann es vorteilhaft sein, das Material vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.
Thermische Eigenschaften
CPVC-Rohrmaterialien haben eine Vicat-Erweichungstemperatur (über 103 °C), die über 20 °C höher ist als die von PVC. Die höchste Anwendungstemperatur von +80 °C ergibt sich aus dieser Hitzebeständigkeit.
Die Materialeigenschaften von CPVC sind zwischen +40 °C und +80 °C optimal. Der Wärmeausdehnungskoeffizient von CPVC liegt mit 0,06 bis 0,07 mm/mK deutlich über dem von Metallen. Im Vergleich zu den anderen in industriellen Rohrleitungsinstallationen verwendeten Materialien weist CPVC hingegen den niedrigsten Ausdehnungskoeffizienten auf. Dies ist unproblematisch, wenn die Wärmeausdehnung bei der Planung der Installation berücksichtigt wird.





